Wir erinnern an …

12. Januar 2018

… den Antifaschisten Berthold Manzke (28.10.1874 – 24.01.1938)

Der Metallarbeiter Berthold Manzke (auch Manske) wurde am 28. Oktober 1874 im westpommerschen Eventin (heute Iwięcino) geboren. Bis 1935 wohnte er in Berlin-Weißensee, Meyerbeerstraße 31, dann bis zu seiner Verhaftung in Berlin-Prenzlauer Berg, Straßburger Str. 96. Ab dem Jahr 1933 war er für die zu diesem Zeitpunkt illegale KPD aktiv und leitete eine Widerstandsgruppe im Stadtteil „Französisches Viertel“ in Weißensee. Die Gruppe wurde Anfang 1936 enttarnt, Berthold Manzke am 07.02.1936 verhaftet. Ihm wurde zusammen mit 10 weiteren Funktionären ab Januar 1937 der Prozess gemacht. Das Kammergerichts Berlin verurteilte ihn am 15.04.1937 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 3 ½ Jahren Zuchthaus, die er in Waldheim/Sachsen verbüßte. Dort verstarb er am 24.01.1938 an den Folgen erlittener Misshandlungen.

Am Wohnhaus Meyerbeerstraße 31 wurde vor 1952 eine Gedenktafel enthüllt, die 1991 entfernt wurde. Eine 1997 durch das Aktives Museeum und den BdA Weißensee/Hohenschönhausen angebrachte Ersatztafel wurde 1999 ebenfalls entfernt. Daraufhin verlegte der BdA  Weißensee/Hohenschönhausen 2011 vor dem Haus einen Stolperstein. – Auf dem Städtischen Friedhof Berlin-Weißensee befindet sich ein Gedenkstein, der in den 1950er Jahren von der VVN für Berthold Manzke, Frieda Seidlitz und Else Jahn errichtet wurde, die zuvor auf diesem Friedhof in Einzelgräbern ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten.