Stolpersteine in Hohenschönhausen

15. September 2015

Stolperstein Putzaktion

Am 19. September 2015 ist es wieder soweit: In Alt-Hohenschönhausen werden Stolpersteine geputzt.

Stolpersteine werden europaweit von dem Künstler Gunter Demnig verlegt.
Sie erinnern an Vertreibung und Vernichtung während des Nationalsozialismus und geben einer unvorstellbaren Zahl von Opfern einen Namen.
Sie lassen uns erkennen, dass es Nachbarn gewesen sind, die hier aus ihrem Leben gerissen wurden.

Wir sind eingeladen, uns an dem geführten Rundgang zu den Stolpersteinen in Alt-Hohenschönhausen zu beteiligen.

Samstag, den 19. September 2015 um 10 Uhr

Treffpunkt: Konrad-Wolf-Straße 45 (Tram-Haltestelle Sportforum).

Veranstalter: Licht-Blicke – Netzwerk für Demokratie und pad e.V. in Kooperation mit dem DGB-Kreisverband Ost

Gedenken an die Opfer des Faschismus

1. September 2015

Der zweite Sonntag im September ist der traditionelle Tag des Gedenkens und Erinnerns an die Opfer des Faschismus, initiiert von den Überlebenden der Konzentrations­lager und Zuchthäuser und auf unterschiedliche Weise begangen in Ost und West seit 1945. Wir treffen uns bereits am Freitag, den 11. September, 18 Uhr am Denkmal am Weißensee zum Gedenken an die Opfer des Faschismus.

Jürgen-Kuczynski-Ehrung

24. August 2015

Ab 2. September, 17 Uhr wird der Platz am Freizeithaus Weißensee in der Pistoriusstraße den Namen des Wissenschaftlers und Antifaschisten Jürgen Kuczynski tragen.

Die Namensgebung und die Enthüllung einer durch Spenden von Bürgern finanzierten Skulptur erfolgt durch das Bezirksamt. Anschließend würdigt der Initiativkreis den so geehrten im Rahmen einer Veranstaltung im Freizeithaus.

Bild J.K.

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8. Mai – Ehrenmal Küstriner Str.

4. Mai 2015



KuestrinerStr2015


Sowjetisches Ehrenmal Alt-Hohenschönhausen

1. Mai 2015

In der Küstriner Straße 11-14 befindet sich auf einer über 4000 m² großen Grünfläche zwischen Reichenberger Straße und Strausberger Straße ein Ehrenmal. Es erinnert an die sowjetischen Soldaten und Offizieren, die bei der Einnahme von Hohenschönhausen bzw. Berlin gefallen oder kurz danach an ihren Verletzungen im nahegelegenen Lazarett gestorben sind. Sie wurden zunächst an dieser Stelle, bis dahin ein Privatgrundstück, beigesetzt.

Ein erstes Ehrenmal, das anfänglich in der Mitte eines Friedhofs lag, wurde 1947 wohl nach einem Entwurf des sowjetischen Bildhauers Iwan Gawrilowitsch Perschudtschew (1915-1987) errichtet, selbst Teilnehmer am Großen Vaterländischen Krieg und einer der Gestalter des Sowjetischen Ehrenmals in der Schönholzer Heide. Dorthin wurden in den Jahren 1947/1949 auch die Toten aus der Küstriner Straße umgebettet. Ältere Hohenschönhausener Bürger*innen erinnern sich daran, dass ihre Väter bei der Umbettung geholfen haben.

Seine heutige Form erhielt das Ehrenmal anlässlich des 30. Jahrestages der Befreiung in den Jahren 1974/75. Es besteht aus einer Mauer mit aufgesetzem Relief sowie zwei Tafeln, auf denen in Deutsch und Russisch „Ewiger Ruhm den Helden der Sowjetarmee“ zu lesen ist. Vor der Mauer befindet sich ein leuchtend roter plastischer Sowjetstern aus Metall (ausführliche Beschreibung des Ehrenmals >>>).

Eine Tafel mit der Inschrift „Anläßlich des 30. Jahrestages der / Befreiung von Faschismus wurde / dieses Ehrenmal von der / Weißenseer Jugend und / sowjetischen Komsomolzen als / Kreisjugendobjekt umgestaltet.“ verschwand Anfang der 1990er Jahre.

Die Reliefwand wurde letztmalig 2016 saniert. Laut den Investitionsplanungen des Bezirksamtes Lichtenberg ist bis 2021 eine Neugestaltung des Ehrenmals geplant.

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