26. April – wir erinnern an den Todestag von Else Jahn

21. April 2015

Aus einer kommunistischen Arbeiterfamilie stammend wurde Else Jahn, geb. Gerichow (17.09.1901 – 26.04.1945) in jungen Jahren Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, wo sie erstes politisches Wissen erwarb. 1924 trat sie in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein. In den Jahren der Weltwirtschaftskrise wirkte sie aktiv für die Herstellung einer antifaschistischen Einheitsfront gegen die zunehmende faschistische Gefahr.

Nach der Machtübergabe an die Nazis war ihre Mutter, Anna Gerichow, ab September 1933 maßgeblich an der Reorganisation der Arbeit der Roten Hilfe in Weißensee unter den Bedingungen der Illegalität beteiligt und organisierte Solidaritätssammlungen für den Arbeitersportverein Weißensee. Die Wohnung in der Berliner Allee 21 war in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1933 Treffpunkt für die Organisatoren von Flugblattaktionen. Else Jahn selbst leistete ebenfalls illegale Arbeit für die KPD, wurde 1936 verhaftet und 1937 zu zwei Jahren (nach anderen Angaben drei Jahren) Zuchthaus verurteilt. Nach ihrer Entlassung schloss sie sich erneut dem illegalen Widerstand an.

In den Apriltagen 1945, als die Truppen der Roten Armee bereits an der Stadtgrenze von Berlin standen, nahm die illegale Widerstandsgruppe, der Else Jahn und ihre Brüder Willi und Fritz angehörten, Verbindung zu den sowjetischen Truppen auf, um unnötigem Blutvergießen und weiteren Zerstörungen durch sinnlosen Widerstand entgegenzutreten. Else Jahn stellte sich der kämpfenden Roten Armee als Lotsin durch das Häusermeer der Großstadt zur Verfügung. Bei Kampfhandlungen mit SS-Verbänden an der „Weißenseer Spitze“ (Kreuzung Gustav-Adolf-Straße/Prenzlauer Promenade) fand sie am 26.04.1945 den Tod.

Eine Gedenktafel – vor 1952 entstanden und vor 1985 erneuert – befand sich am Haus Berliner Allee 23 (Haus Nr. 21 war im Krieg zerstört worden). Die Tafel wurde 1991 entfernt und erst 2005 durch eine neugestaltete Edelstahltafel ersetzt. Außerdem erinnert noch der Name einer Straße in Weißensee an diese Antifaschistin. Auf dem Friedhof in der Roelckestraße ist ein Gedenkstein für Else Jahn, Berthold Manzke und Frida Seidlitz zu finden. Die drei AntifaschistInnen hatten auf dem Friedhof zunächst in Einzelgräbern ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der gemeinsame Denkort wurde ihnen nach der Befreiung von der VVN errichtet. Ihn zu erhalten und zu pflegen, sollte auch weiterhin Aufgabe von jungen und alten Antifaschisten sein.

Frühjahrskampagne auf dem Friedhof Friedrichfelde

9. April 2015

Am Samstag, dem 11. April 2015, 13 Uhr startet die Berliner VVN-BdA ihre diesjährige Frühjahrskampagne zur Pflege der VdN-Anlage auf dem Friedhof Friedrichfelde. Weitere Arbeitseinsätze finden statt am

18. April, 25. April und 16. Mai, jeweils von 13 – 16 Uhr.

Helfer sind jederzeit willkommen.

Befreiung von Hohenschönhausen

23. März 2015

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Stolpersteine für Familie Lange

19. März 2015

Für die Familie Lange, die in der damaligen Koskestraße 13-14 in Berlin Hohenschönhausen wohnte, werden Stolpersteine verlegt. Die Familie Lange wurde, wie so viele, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die Tochter Herta Lange hat wie durch ein Wunder überlebt. Sie wurde auf dem Todesmarsch von Auschwitz in Malchow/Mecklenburg von der sowjetischen Armee befreit und so freuen wir uns besonders, dass Familienangehörige aus Israel und Frankreich bei der Einweihung dabei sein werden.

Wir laden Sie recht herzlich dazu ein und möchten mit Ihnen gemeinsam diese vier Gedenksteine einweihen am Donnerstag den 26. März 2015 in der Konrad-Wolf. Str. 45 13055 Berlin.

Dagmar Poetzsch

Gegen Rassismus, für eine offene und solidarische Gesellschaft

28. Februar 2015

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Gegen Rassismus und für eine offene sowie solidarische Gesellschaft demonstrieren

am 04.03.2015

Kommt zu den Kundgebungen in Hohenschönhausen:

18:00 Uhr – Egon-Erwin-Kisch-Str. (Vor dem Bürgeramt, Nähe S-Bhf. Hsh.)
18:00 Uhr – Falkenberger Chaussee / Vincent-van-Gogh-Straße


Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft erneut dazu auf, am Mittwoch den 4. März 2015 ab 18 Uhr Solidarität mit den neuen Nachbar_innen in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Klützerstraße zu zeigen. Gegen Rassismus, für eine offene und solidarische Gesellschaft weiterlesen »

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