Gedenken an die Befreiung Weißensees 1945

15. April 2018

Am Abend des 21. April 1945 begann die letzte Etappe auf dem Wege der Befreiung Berlins von der Schreckens-herrschaft des deutschen Faschismus. Die ersten sowjetischen Einheiten unter dem Befehl von General Nikolai Bersarin überschritten in der Nacht zum 22. April bei Marzahn die Stadtgrenze. Sie stoßen auch über Malchow, Wartenberg, Falkensee und Hohenschönhausen auf Weißensee vor. Am 22. April dringen die Hauptkräfte der Roten Armee mit Panzern in die Berliner Allee ein, weitere Einheiten wählen den Weg über die Buschallee bzw. die Lichtenberger Straße (heute Indira-Gandhi-Straße). Die faschistischen Truppen flüchten panikartig vor den sowjetischen Panzern Richtung Innenstadt. Die Einwohner hängen weiße Tücher aus den Fenstern. Weißensee wird als erster Stadtbezirk Berlins vom Faschismus befreit.

Wir erinnern an dieses historische Datum
mit einem kleinen Gedenkmeeting

am Sonntag, 22. April 2018 | 14:30 Uhr

am „Denkmal für die antifaschistischen Widerstandskämpfer“
am Weißensee, Nähe (ehem.) Kulturhaus „Peter Edel“, Berliner Allee

Berliner Ostermarsch 2018

25. Februar 2018

Ostermarschaufruf Titelseite

Aufruf zum Download >>>

Wir erinnern an …

12. Januar 2018

… den Antifaschisten Berthold Manzke (28.10.1874 – 24.01.1938)

Der Metallarbeiter Berthold Manzke (auch Manske) wurde am 28. Oktober 1874 im westpommerschen Eventin (heute Iwięcino) geboren. Bis 1935 wohnte er in Berlin-Weißensee, Meyerbeerstraße 31, dann bis zu seiner Verhaftung in Berlin-Prenzlauer Berg, Straßburger Str. 96. Ab dem Jahr 1933 war er für die zu diesem Zeitpunkt illegale KPD aktiv und leitete eine Widerstandsgruppe im Stadtteil „Französisches Viertel“ in Weißensee. Die Gruppe wurde Anfang 1936 enttarnt, Berthold Manzke am 07.02.1936 verhaftet. Ihm wurde zusammen mit 10 weiteren Funktionären ab Januar 1937 der Prozess gemacht. Das Kammergerichts Berlin verurteilte ihn am 15.04.1937 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 3 ½ Jahren Zuchthaus, die er in Waldheim/Sachsen verbüßte. Dort verstarb er am 24.01.1938 an den Folgen erlittener Misshandlungen.

Am Wohnhaus Meyerbeerstraße 31 wurde vor 1952 eine Gedenktafel enthüllt, die 1991 entfernt wurde. Eine 1997 durch das Aktives Museeum und den BdA Weißensee/Hohenschönhausen angebrachte Ersatztafel wurde 1999 ebenfalls entfernt. Daraufhin verlegte der BdA  Weißensee/Hohenschönhausen 2011 vor dem Haus einen Stolperstein. – Auf dem Städtischen Friedhof Berlin-Weißensee befindet sich ein Gedenkstein, der in den 1950er Jahren von der VVN für Berthold Manzke, Frieda Seidlitz und Else Jahn errichtet wurde, die zuvor auf diesem Friedhof in Einzelgräbern ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten.

27. Januar: Der Opfer gedenken

12. Januar 2018

Die Namen von mehr als 300 jüdischen Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern, die aus dem faschistischen Deutschland vertrieben oder in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet worden sind, werden am Sonnabend, 27. Januar 2018, ab 18 Uhr auf der Giebelwand des Stadthauses Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, zu lesen sein.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) eröffnet vor der Gedenkveranstaltung um 17 Uhr im Museum Lichtenberg die Ausstellung „Kann nur das beste Zeugnis geben – Karlshorster Sintifamilien im Nationalsozialismus“. Viele der in Karlshorster Gartenkolonien lebenden Sinti-Familien wurden nach Auschwitz und in andere Konzentrationslager deportiert. Sie teilten das Schicksal der vielen aus „rassischen Gründen“ Verfolgten. Mit ihnen wurden annähernd 500.000 Sinti und Roma Opfer faschistischer Vernichtungspolitik. Einigen der Karlshorster Sinti gelang es unterzutauchen, andere wurden von Karlshorsterinnen und Karlshorstern geschützt: Sie stellten den als „Wolgadeutsche“ angesehenen Sinti-Familien nach einer Denunziation ein gutes „Zeugnis“ aus. Dadurch wurde ihre Deportation ausgesetzt, die vom Lichtenberger Bezirksamt angeordnet worden war.

Zum Gedenken an die Opfer des Faschismus werden die Mitglieder des Bezirksamtes am 27.01.2018 Kränze und Gebinde niederlegen, so um

11.00 UhrGedenkstein Konrad-Wolf-Straße 92 – Veranstaltung des Ardenne-Gymnasiums (anschließend Gedenkgang zum St.Hedwig-Friedhof und zur Gedenktafel für Victor Aronstein)

15.00 UhrGedenkstein auf dem Loeperplatz an der Kirche

>>> Zur Pressemitteilung des Bezirksamtes

Friedenspolitische Veranstaltung der Berliner VVN-BdA

31. Oktober 2017


„… ohne Frieden ist alles nichts!“ * –
Abrüsten statt Sozialabbau

Freitag, den 10.November 2017, 18:00 – 21:00 Uhr
BVV-Saal im Rathaus Kreuzberg,
Yorkstr. 4-11, 10965 Berlin (U-Mehringdamm)


Es sprechen:
Lühr Henken, FriKo Berlin
Deutschland rüstet auf – was kann die Friedensbewegung dagegensetzen
Heinrich Fink, VVN-Ehrenvorsitzender
70 Jahre VVN – 70 Jahre Kampf gegen Faschismus und Krieg
Felix Werdemann, ICAN-Deutschland
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen
Barbara Majd Amin, Berlin, GEW
Friedensbewegung in Aktion – die Blockadeaktionen in Büchel

Bis 2024 wollen die NATO-Staaten ihre Militärausgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Für Deutschland bedeutet das eine Verdoppelung der Rüstungsausgaben auf rund 80 Milliarden Euro. Schon heute verschlingt der Rüstungsetat in Deutschland über 11% des Bundeshaushalts. Schon heute fehlt Geld für Bildung, Soziales, ökologischen Umbau und Infrastruktur. Wir fordern die künftige Bundesregierung auf, eine 2% Verpflichtung für den Verteidigungshaushalt im Koalitionsvertrag abzulehnen und den weiteren Sozialabbau zu stoppen.
Atomwaffen ächten und abschaffen
Atomwaffen sind die grausamsten aller Massenvernichtungswaffen. Im Gegensatz zu chemischen und biologischen Waffen waren Atomwaffen bislang nicht völkerrechtlich geächtet. Jetzt haben 122 Länder den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet. Der Friedensnobelpreis für die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) ist eine Ermutigung für die Friedensbewegung, in ihrem jahrelangen Kampf für die Ächtung und ein Verbot von Atomwaffen weltweit fortzufahren. Die Bundesregierung hat die UN-Verbotsverhandlungen bisher boykottiert und abgelehnt. Wir fordern die künftige Bundesregierung auf, den UN-Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen, auf eine „atomare Teilhabe“ zu verzichten und den Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen durchzusetzen.“
Entspannungspolitik jetzt – Fluchtursachen bekämpfen
Kriege schaffen keinen Frieden. Mehr Waffen und mehr Militär verschärfen die weltweiten politischen und humanitären Probleme. Die auch mit deutschen Waffen angeheizten Kriege treiben Menschen in die Flucht, verursachen zunehmend Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung. Die Bundeswehr wird grundgesetzwidrig in immer mehr Staaten geschickt, im Rahmen der NATO stationiert sie eine schnelle Eingreiftruppe mit Panzereinheiten im Baltikum und in Polen. Die Konfrontation mit der Atommacht Russland wird offen zugespitzt. Wir fordern die künftige Bundesregierung auf, statt Militarisierung der deutschen Außenpolitik eine neue Entspannungspolitik einzuleiten.

* „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“. (Willy Brandt)

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