„Sollte ich einmal verhaftet werden, über meine Leiche können sie gehen, über meine Lippen kommt nichts!“
Frieda Seidlitz, antifaschistische Widerstandskämpferin
BdA Weißensee-Hohenschönhausen und die North East Antifa laden zu einem Gedenken an die antifaschistische Widerstandskämpferin Frieda Seidlitz ein:
Samstag, den 27. Mai | 15 Uhr
vor ihrem ehemaligen Wohnhaus, Heinersdorfer Straße 32, 13086 Berlin.

Frieda Seidlitz (*02.09.1907) war während der NS-Zeit aktives Mitglied in der Roten Hilfe. Sie organisierte die Flucht von mehr als 40 Personen und hatte eine Schlüsselstellung innerhalb der Roten Hilfe inne: als Materialkurierin und mit ihrer wichtigen Verbindung in die Tschechoslowakei. Am 27. Mai 1936 kam Frieda mit 28 Jahren ums Leben – Todesursache unklar.
An ihre mutige Geschichte zu erinnern ist unsere Aufgabe als Antifaschist*innen!



Mitte April 1945 begann im Kampf gegen den deutschen Faschismus die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkrieges in Europa, die Schlacht um Berlin. Die ersten Einheiten der Roten Armee erreichten in der Nacht zum 22. April die Stadtgrenze bei Marzahn. Sie stoßen auch über Malchow, Wartenberg, Falkensee und Hohenschönhausen auf Weißensee vor, der als erster Stadtbezirk Berlins vom Faschismus befreit wird.
Am 17.März 1944 wurde die Antifaschistin Anna Ebermann ermordet. Die Nazis hatten sie für „Öffentliche Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und in Plötzensee hingerichtet. Die langjährige Kommunistin war schon lange am Widerstands gegen das NS-Regime beteiligt gewesen. Ihre Wohnung in der Gürtelstraße 11 war schon seit 1933 ein Treffpunkt des antifaschistischen Untergrunds und ein Versteck für Jüd*innen.











